Als Zeichen der Dankbarkeit war es üblich, dem heiligen Bild, dem das Wunder zugeschrieben wurde, etwas zu schenken, das die Gunst bei Krankheit, Geburt, Dürre, Seuchen, Missernten, Kriegen oder Schiffbrüchen zum Ausdruck brachte. Unter diesem Gesichtspunkt ist ein breites Repertoire an Gegenständen zu würdigen: von einfachen, kurzzeitig angezündeten Kerzen, Fotografien, volkstümlichen Gemälden, die das Ereignis schildern, bis hin zu Darstellungen von Menschen oder geheilten Körperteilen aus Wachs oder Edelmetall; auch Darstellungen von Tieren, sowohl von Haustieren als auch von traditionellen Nutztieren; Elemente der Landwirtschaft wie Tabakblätter; Fahrzeuge aller Art sowie Elemente, die mit der Schifffahrt in Verbindung stehen. Ihre Anwesenheit in den Heiligtümern und auf den Altären war nicht nur Ausdruck der Erfüllung eines Versprechens oder eines Gelübdes – daher der Name ex-voto -, sondern auch ein Beweis für die Wirksamkeit bestimmter Votivbilder.
Die Sammlung von Votivbildern im Heiligtum der Schutzpatronin von La Palma ist eine der bedeutendsten in Spanien, ein wahres Denkmal für die Verehrung der Virgen de las Nieves durch die Jahrhunderte hindurch, die bis heute anhält.
Dieses Votiv-Ensemble wird durch die Sammlung Embleme Marias oder Ruhm der Jungfrau vervollständigt, eine Reihe von Gemälden in emblematischer Sprache mit Bibelzitaten und allegorischer Darstellung des Textes, die allesamt die Jungfrau preisen. Sie sind das Werk des Künstlers Aurelio Carmona López aus Palmero und wurden 1852 auf Papier gemalt.